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6. April 2016

Stempel selber machen! Oder: Wenn ich wollte, könnte ich morgen aufhören..bestimmt!

Selbstgemachte Stempel

Ruhig ist es hier geworden - Statt auf meinem Blog habe ich die letzten Monate an etwas anderem geschrieben: an meiner Masterarbeit. Doch pünktlich zu den ersten sonnigen Tagen habe ich diesen so unüberwindbar scheinenden Batzen Arbeit hinter mich gebracht und kann nun endlich bald abgeben. (Mein Weg zur Uni, in der Tasche drei gebundene Ausgaben dieses ähm.... brillianten Stück Textes, stelle ich mir im Übrigen in etwa so vor: klick. Wenn ich dann vor unserer brummeligen Prüfungsbeamtin stehe und ihr mit feierlicher Miene meine Masterarbeit überreiche, werde ich im entscheidenden Moment beginnen lautstark folgenden Disney-Song zu trällern: klick. Ich seh schon - das wird toll.)

Was meine Nerven in den letzten Monaten oft davon abgehalten hat, fröhlich tanzend zur Tür hinaus zu spazieren, waren gute Freunde, M. und die Möglichkeit über einer Zeichnung, einer Bastelei oder anderen kreativen Werken mal komplett abzuschalten und von Wörtern, Filmszenen und Kopfzerbrechen auf handfeste Materialien wie Farbe, Kleber, Graphit oder Pappe umzusteigen. Seit neuestem habe ich die Palette der diversen künstlerischen Spielarten um eine neue Kategorie erweitert: das Stempeln. 

Darauf gekommen bin ich durch die wahnsinnig talentierte schwedische Künstlerin Viktoria Aström (klick), die neben ihrer illustratorischen Tätigkeit wunderschöne Drucke basierend auf selbstgemachten Stempeln herstellt. Ich - natürlich sofort angefixt- bin also flugs losgezogen, habe mir für ein kleines Vermögen die notwendigen Utensilien besorgt und bin dem Schnitzen, Drucken, Stempeln seitdem komplett verfallen. Es macht einfach un-fass-bar Spaß! Die Gestaltungs- und Anwendungsmöglichkeiten sind schier unendlich, dazu kombiniert das selbstgemachte Stempeln drei sehr unterschiedliche Formen kreativen Arbeitens: Zeichnen, Schnitzen und Drucken. Nicht zuletzt ist es außerdem wunderbar, einmal angefertigte Zeichnungen und die daraus hergestellten Stempel immer wieder zum Einsatz kommen zu lassen. Der Nachteil an den Karten, Auftragsarbeiten und Geburtstagsgeschenken, die ich sonst so produziere, ist nun einmal, dass man sie nie wieder sieht, wenn sie einmal ihre Empfänger erreicht haben.

Ich lade euch also ein, mir freudig in die Abhängigkeit zu folgen. Denn jetzt kommt eine kleine Anleitung, wie ihr euer freies, selbstbestimmtes Leben aufgeben und dafür an meinem neu entdeckten Stempel-Glück teilhaben könnt. Lasst uns also fröhlich suchtend das Studium, die Arbeit oder die Familie an den Nagel hängen und ausgelassen schnitzen, drucken und alles bestempeln, was da geht, steht und lebt!

Und das braucht ihr dazu:

Materialien zum Stempeln

Die nötigen Materialien bekommt ihr online oder in gut sortierten Bastelgeschäften. Wenn ihr in Berlin wohnt, kann ich euch Modulor oder Boesner sehr ans Herz legen (ihr müsst allerdings dazu bereit sein, den ein oder anderen Mikrocredit aufzunehmen, aber was soll der Geiz!) Nein, Spaß, Linolschnittmesser gibt es schon sehr günstig mit verschiedenen Aufsätzen. Meine zwei sind von Pfeil und in Deutschland bei Boesner erhältlich. Sie sind etwas höherpreisiger, aber dafür qualitativ sehr hochwertig. Die Stempelrohlinge laufen teilweise auch unter anderen Namen, bei Boesner etwa unter dem Begriff "Vinyl-Printblock". Ich benutze das Stempelgummi von Facits und bin damit zufrieden...nur die Farbe ist irgendwie nicht so dekorativ, oder?

Dann geht's los!

Zuerst zeichnet ihr auf, was ihr später in einen Stempel verwandeln wollt. Entweder man entwirft selbst eine Zeichnung oder man greift auf ein bereits existierendes Motiv zurück, das einen gerade anlacht. Ich probiere mich momentan an einer Reihe floraler Motive, die sich am Ende hübsch miteinander kombinieren lassen. Diesmal soll es eine Kornblume werden. Wenn die Zeichnung fertig ist, übertragt ihr sie mit einem weichen Bleistift auf das Transparentpapier. Gut geeignet sind hier 2B-5B, aber es tut zur Not auch ein einfacher, handelsüblicher HB-Bleistift.

Skizze und Transparentpapier

Als nächstes wendet ihr das Transparentpapier und reibt mit einem stumpfen Gegenstand - ich habe dazu einfach den Griff meines Linolschnitt-Messers benutzt - die Zeichnung auf den unterliegenden Stempelblock. Ihr werdet sehen, dass der Graphit des Bleistiftes gut an dem Gummi haften bleibt und dadurch eine Spiegelung eurer Zeichnung entsteht. Indem ihr den Stempel später wieder auf Papier bringt, bekommt ihr so letzten Endes wieder einen ungespiegelten Stempelabdruck. Besonders wichtig ist das beispielsweise bei allen Stempeln, die Schrift enthalten.

Übertragung auf den Stempelblock

Nun zieht ihr mit einem Bleistift die Linien auf dem Stempelblock nach (ganz 1:1 lassen sie sich dann nämlich doch nicht übertragen) und schneidet mit dem Cutter-Messer das gewählte Motiv großzügig aus - Vorsicht: Nicht zu nah an der Zeichnung entlangschneiden!

Stempelrohling

Jetzt kommt, wie ich finde, der spaßigste und "handwerklichste" Teil des Schaffensprozesses. Schneidet mit dem Linolschnitt-Messer jene Teil weg, die später "weiß" bleiben sollen. Ab und zu ist da etwas Tüftelarbeit gefragt und man sollte im Zweifelsfall gut überlegen, was stehen bleibt und was weggeschnitzt wird. Die eine Lektion lernt man beim Selbst-stempeln nämlich sehr schnell: Was weg ist, ist weg. Deswegen lieber erst einmal stehen lassen und zur Not später nacharbeiten. Ich gehe immer so vor, dass ich zunächst einmal entlang des Umrisses fahre, anschließend die äußeren Bereiche großzügig wegschnitze und zuletzt das "Innere" des Motivs bearbeite.

geschnitzter Stempel

Nun steigt natürlich die Spannung auf das Endergebnis und wenn man den Stempelrohling von allen kleinen Schnitzabfällen gereinigt hat, folgt die Probe aufs Exempel: der erste Probedruck! Die Aufregung und Neugierde, die jeder erste Druck mit sich bringt, ist klasse und erinnert mich immer an die frühe Analog-Foto-Zeit, als man ein paar Wochen nach der Fotoentwicklung das erste Mal sehen konnte, ob die geschossenen Motive "was geworden sind". Beim Stempeln folgt auf den ersten Druck meist eine Phase der Nachbesserung. Ganz sauber habe ich es direkt beim ersten Mal jedenfalls noch nie hinbekommen. Immer steht irgendwo noch ein Millimeter über, der sich heimlich als Stempelabdruck mit aufs Bild geschummelt hat. Deswegen zunächst besser auf Schmierpapier ausprobieren.

Wenn der Stempel schließlich fertig ist, kann er als Einzelattraktion oder aber in einem Arrangement, wie bei meinem Frühlingsgruß hier, immer wieder aufs Neue gedruckt und verschenkt oder behalten werden. Ich habe der Kornblume noch ein bisschen Grünzeug und eine Wildrose zur Seite gestellt.


Fertiger Stempel-Druck

Zuletzt den Stempel einfach unter lauwarmen Wasser mit PH-neutraler Seife abwaschen... und ähm, ja, am besten den Abfluss verschließen. Es soll schon vorgekommen sein, dass Leuten in mühevoller Kleinstarbeit geschnitzte Mini-Farne den Abluss hinuntergespült wurden. Ist dann blöd.

Wenn ihr die Stempel verschenken wollt oder generell lieber einen "Griff" für zukünftige Stempeleien braucht, könnt ihr den fertigen Stempel einfach mit Hilfe doppelseitig klebender Zellgummimatten (hört sich kompliziert an, gibt's aber einfach zu kaufen: klick) auf hölzerne  Stempelgriffe kleben, die gibt es ebenfalls in verschiedenen Größen ganz einfach zu kaufen.

Wer sich übrigens eine etwas ausführlichere Erklärung mit allerlei Anschauungsbeispielen, Vorlagen und Ideen wünscht, dem lege ich dieses Buch ans Herz: klick. Das ist zu diesem Thema meiner Meinung nach das Beste.

Also dann: Sagt euren Kindern, Jobs und Haustieren Lebewohl und begebt euch in die wunderbare Welt des Stempelns! Für jetzt....

...und für immer! Muhahahaa...

17. Januar 2016

Karten, Karten, Karten!

Ein guter Vorsatz, den ich im letzten Jahr tatsächlich umgesetzt habe, war, wieder häufiger kreativ werden zu wollen. Das geht im anstrengenden Alltag einfach zu gerne unter und wird zu Gunsten einer Runde Schlaf, der schnöden Hausarbeit, entpannendem Nichts-Tun oder auch dem schieren, bloßen "Dinge auf die Ketten kriegen" auf ein "Irgendwann mal" vertagt. Doch nicht im letzten Jahr! 
Wie schnell man doch vergisst, was für eine absolut heilende Wirkung es haben kann, sich voll und ganz, selig vertieft einem kreativen Projekt, einer Zeichnung oder Bastelarbeiten hinzugeben, Stichwort "Flow" und so ;) Aus eigener Erfahrung weiß ich es nicht, aber ich stelle mir immer vor, dass Yoga oder Meditationen einen ähnlich therapeutischen Effekt haben können und den Geist zu Ruhe kommen lassen. Außerdem kann man sich beim Kreativ werden in seinen Fertigkeiten üben, Neues lernen und Selbstbewusstsein schöpfen. Ich habe mich dieses Jahr das erste Mal an kleinere Aquarellarbeiten getraut und meine klassische Bleistift-Portrait-Zeichnerei um illustrative Skizzen (zum Beispiel Weihnachtswichtel ;) ) erweitert. Fast am meisten Spaß macht es mir, wenn ich anderen mit meinen Arbeiten eine kleine Freude machen kann und so habe ich dieses Jahr immer mal wieder - wenn die Zeit es denn zuließ - an Geburtstagskarten für meine Lieblingsmenschen gesessen. Auf meinem Instagram-Account schon ab und zu abgelichtet, habe ich es bis jetzt allerdings versäumt, die diversen Geburtstagskarten auch mal hier auszustellen. Leider vergesse ich nur allzuoft, noch schnell ein Foto zu machen, bevor die Karte ihrem Empfänger übergeben wird. Aber hin und wieder denke ich dran ;)


Wer also Lust hat, dem zeige ich jetzt eine bunte Galerie von Geburtstagskarten, die im Laufe des letzten Jahres entstanden sind:

 


  
Ein Motiv, dass ich einer Pinterest-Idee entliehen und für meine Zwecke eingespannt habe:

...und weils mir so gut gefiel, gleich nochmal:

Hand-lettering, noch so eine "fancy" Sache, mit der ich mich dieses Jahr zum ersten Mal beschäftigt habe.




 ....und gute Freundinnen in kleine, struwwelige Figuren zu verwandeln...

Ausgeliehen von einem Film, den ich dieses Jahr sehr gerne gesehen habe:





Und zuletzt die Karte, an der mein leidenschaftliches Potter-Herz wohl am meisten Spaß hatte:


Auf ein kreatives Jahr 2016!!! :)

6. Januar 2016

Bastelanleitung: Behände Briefumschläge bauen


Seit einiger Zeit ziert jedes von mir ausgestellte Schriftstück (Briefe, Geschenkanhänger, Bewerbungen, Kündigungsschreiben…) ein oder gleich mehrere aufgeklebte Schmetterlinge. Nach einem kleinen Exzess vor ein paar Monaten (klick) habe ich ganze Lastwagenfuhren davon in meinem Schreibtisch liegen, die auf jede sich bietende Möglichkeit warten, auf Papier zu gelangen. Aber welcher Dozent freut sich nicht, wenn die eingereichte Masterarbeit mit ein paar dekorativen Insekten aufgepeppt wird…? Times New Roman kann schließlich jeder... Und wie das so ist mit Süchtigen und ihren Lieblingsdrogen, bei einem Mal bleibt es nicht, und so kam im Laufe der letzten Monate das ein oder andere Buch vom Flohmarkt hinzu: alte Zeichnungen von Insekten, Rosen, wahlweise Gartenkräutern, Landkarten oder Zimmerpflanzen – ich hab sie alle. 
Weil der große Rhododendron-Strauch aber womöglich doch etwas zu viel des Guten für das Deckblatt der Steuererklärung oder die linke untere Ecke des ärztlichen Attests wäre, hab ich mir was einfallen lassen und bin umgestiegen:
 
  
Ich mache jetzt in Briefumschlägen.



Mein Imperium umfasst bereits einige Fußballfeld-große Flächen dieser hübschen Schätze und ich gedenke in Kürze zu expandieren. Hab gehört China sei ein aufstrebender Markt… oder Brasilien.

Weil ich denke, dass der Briefverkehr eine zukunftsträchtige Branche ist und weil ich außerdem nicht daran glaube, dass sich diese „E-Mail“ (kurz für electronic mail) durchsetzen wird – hier die Anleitung, wie sich kinderleicht, easy-peasy Briefumschläge im romantischen Retro-Design gestalten lassen. Alles was ihr braucht, ist ein altes Buch mit hübschen Illustrationen, das übliche Schere-Kleber-Ensemble, einen Briefumschlag eurer Wahl und ein klein wenig Zeit (je nachdem wie groß ihr in das Geschäft einsteigen wollt vielleicht auch ein klein wenig mehr Zeit).



Dann geht’s los:


Man nehme einen hübschen Umschlag, dessen Form den eigenen ästhetischen Ansprüchen entspricht und falte diesen auf (schön vorsichtig den Kleber lösen, damit die Kanten sauber und gerade bleiben)


Man übertrage nun den Umriss des Umschlags auf die gewünschte Seite. Obacht: Es empfiehlt sich vorher ein bisschen zu Knobeln, wo dann später das gewünschte Motiv platziert ist, das hilft zu verhindern, dass die Butterblume später innenwandig unten rechts sitzt, wo sie nie ein menschliches Auge erblicken wird.



Ausschneiden und nach Vorbild des Vorlagen-Umschlags falten. Saubere Kanten bekommt man am leichtesten, wen man als Falzhilfe ein Lineal oder Geodreieck zu Hilfe nimmt.



Die jeweiligen Kanten mit Kleber bestreichen und zu einem Briefumschlag zusammenkleben.

Zum Schluss vorne noch Adressaufkleber für Absender und Empfänger anbringen und Taddaaaa! Beliebig oft wiederholen.




So, während bei mir jetzt gerade das Siegellack schmilzt, geh ich noch schnell raus eine Gans rupfen, und schon kann die wilde Feder-Tinte-Sause losgehen.




PS: Habe die 3495 Umschläge hergestellt, bevor ich erfuhr, dass die Post einfach immer unverschämter wird und zum 4.(?!?) mal in Folge das Porto erhöht hat. Ich mein - WTF? Jetzt kann ich mir die Briefmarke nicht mehr leisten….falls jemand also noch ein paar Briefumschläge braucht….?

5. Januar 2016

In 361 Tagen ist Weihnachten!

Auch wenn es etwas antizyklisch erscheint, im Januar vorweihnachtliche Ergüsse zu präsentieren - gerade habe ich meine rebellischen 10 Minuten und nehme mir die Freiheit, mal eine Galerie all dessen aufzufächern, was sich dieses Jahr in dem von mir gefertigten Adventskalender für M. versteckte:
Eine bunte Schar Weihnachtswichtel, die sich zum Schluss in eine Wimpelkette in Tannenbaum-Form verwandelte - in der Hoffnung M.s nur wenig gänzlich undekorierten Wohnung etwas Weihnachtszauber einzuhauchen. Am Ende waren es der Wichtel dann doch nicht 24, sondern nur 14, da kam der 1.12. mal wieder überraschend früh und so wurde der Rest mit verzehrbarem Inhalt aufgefüllt. 












Entstanden mit Aquarellfarben und schwarzer Tusche.

13. Juli 2015

Evangeline Lilly - Work in Progress

Oha, was man nicht so alles findet, wenn man mal der Festplatte mit Staubwedel und Mülltüte zu Leibe rückt - also jetzt im übertragenen Sinne, wobei wenn ich mir meine Tastatur so anschaue, hätte die's auch im ganz physischen Sinne mal bitter nötig... wie dem auch sei..

Vor geraumer Zeit hatte ich mal ganz sorgfältig (naja, so gut es mit der Digitalkamera und schräg einfallendem Licht halt möglich war) das Entstehen einer Bleistift-Zeichnungen Schritt für Schritt dokumentiert. Mein heutiges Ich ist immernoch ganz hingerissen von dieser so untypischen Umsicht und geradezu weiser Voraussicht, muss ein seltener, heller Moment gewesen sein, auf jeden Fall war es der einzige seiner Art. 

Für den werten Leser also an dieser Stelle, ähem....aufwändig dokumentiert und zur Präsentation kunstvoll arrangiert: Ein Bleistift-Portrait von den ersten Umrissen bis zum fertigen Bild!

Zu sehen: Evangeline Lilly (ein Name, den ich wie aus der Pistole geschossen rufen würde, wenn ich das nächste Mal vor unserem Schöpfer stehe und gefragt werde, als was ich auf die Erde zurückkehren möchte.)





Das Endergebnis schließlich sah folgendermaßen aus: 


7. April 2015

Oster-Rückschau

Ostern ist ganz offiziell eines meiner liebsten Feste im Jahr. Nicht so erwartungsgeladen wie Weihnachten, ganz ohne Geschenkestress, entspanntes Einleuten meiner Lieblingsjahreszeit und mit viel Hefegebäck, Schokolade, dem ersten Kuchen im Freien, Freunden, Familien und den Frühlings-Ausflügen. 

Früher einer DER Standartziele jedes Austauschschüler-Besuchs, von Sonntagsnachmittags-Unternehmungen, Sommertagen und Verwandten-und Bekannten-Belustigungung war es mittlerweile an die 10 Jahre her, dass ich das letzte Mal bei unserem örtlichen Tierpark all die Paarhufer und Fellnasen bewundert habe, die es wohl nie in die Auswahl eines großstädtischen Zoos schaffen würden. Umso schöner, dass wir dieses Osterfest mit einem Old-School-Besuch bei Schafen, Ziegen, Hausschweinen und Co. einleuteten. Und ich muss mich für jede Geringschätzung vergangener Tage entschuldigen, denn wir haben viel gelacht und so manche Haus- und Hofziege kam mir plötzlich exotischer vor als Knut der Eisbär...



Und das Beste an einem Besuch im April: Osterlämmer, winzig klein, flauschig, tappsig, desorientiert!


Und nicht nur da, auch bei den eher monströs geratenen Tiervertretern gab es zuckersüßen Nachwuchs:



Auch schon viele Jahre Teil unserer Ostertradition: Am Karsamstag gibt es ein großes Osterfeuer auf einem Feldgrundstück nahe eines Waldes, zu dem A. sich immer ins Zeug legt und etwas Leckeres zum Mitbringen zaubert.




Mein eigener Beitrag zu unserem Osterfest lag diese Jahr in einem 3 Abende dauernden, tiefenversunkenen Herstellen von Osterplätzchen, die dann an Freunde und Bekannte verteilt wurden. Wenn man Kekse-verzieren zum Beruf machen könnte, würde ich wohl nicht lang zaudern und mein Studium gleich heute noch an den Haken hängen. Ich gebe zu, ich habe Blut geleckt, muahahahaha! (und ja, aufmerksamen Betrachtern mag nicht entgangen sein, dass manche Ei-Ausstecher zweckentfremdet wurden und anstatt österliche Motive abzubilden, einen Ausflug in einen bekannten Animationsfilm unternommen haben ;) )